Beruf mit Zukunft: Ausbildung zum Physiotherapeuten

Einen Physiotherapeuten bzw. Krankengymnasten, wie diese Berufsgruppe noch bis Mitte der neunziger Jahre genannt wurde hat sicher jeder von uns schon jeder einmal aufgesucht, sei es für Massagen oder Anwendungen nach einem Unfall oder einer Operation. Die Physiotherapie selbst wird deshalb auch als Behandlungsform bezeichnet, bei denen verschiedene Heilmittel von außen angewendet werden, die dazu beitragen sollen, dass die Beweglichkeit und Funktionsweise des menschlichen Körpers erhalten, verbessert oder auch wiederhergestellt wird. Diese speziellen Massagen und Übungen werden von geschultem Personal, dem Physiotherapeuten übernommen.

Physiotherapeut – Ein Beruf mit Zukunft

Der Physiotherapeut gehört wie die Krankenschwester oder der Arzt zum Bereich der Gesundheitsberufe. Er wird nur nach der Feststellung der medizinischen Notwendigkeit des Ärztepersonals tätig und versucht mit unterschiedlichen Hilfsmitteln zu denen auch Wärme, Kälte, Druck, Strahlung und Elektrizität gehören, das Körperbewusstsein und die Muskulatur soweit zu stärken, dass eine normale Beweglichkeit wieder möglich ist. Das Hauptfeld des Physiotherapeuten liegt in der Krankengymnastik, darüber hinaus kann er aber auch ein breites Feld unterschiedlichster Massagen beherrschen um körperliche Verspannungen zu lösen.

Die Physiotherapie Ausbildung

Die Physiotherapeuten-Ausbildung ist ein anerkannter Ausbildungsberuf. Seit Mitte der neunziger Jahre wird diese deshalb vom Masseur- und Physiotherapeutengesetz geregelt. Wie viele andere Ausbildungen dauert auch die Ausbildung zum Physiotherapeuten 3 Jahre. Anders als bei anderen Berufen ist hier jedoch die Theorie höher angelegt als die Praxis. So haben die Auszubildenden bis zu ihrer Abschlussprüfung 2900 Stunden Theorie und 1600 Stunden Praxis. Dabei findet der theoretische Unterricht an einer staatlichen Schule für Physiotherapie statt, während die Praxis häufig in Form von Praktika absolviert wird. Innerhalb dieser Ausbildung soll den Azubis alles Wissen aus Anatomie, Physiologie, spezielle Krankheitslehre Heilwissen, physiotherapeutische Befund- und Untersuchungstechniken, Massagetherapie, Hydro-, Balneo, Thermo- und Inhalationstherapie, Elektro-, Licht- und Strahlentherapie, Prävention und Rehabilitation, Bewegungserziehung und Bewegungs- und Trainingslehre vermittelt werden, damit diese später genau wissen, welche Funktion für was im Körper verantwortlich ist.

Im praktischen Teil lernen die Azubis in den Bereichen Orthopädie, Chirurgie, Innere Medizin, Kardiologie, Pädiatrie, Gynäkologie, Notaufnahme und Neurochirurgie verschiedene Behandlungstechniken kennen. Am Ende führt ein schriftlicher, mündlicher und praktischer Teil schließlich zum Examen. Seit den 2000er Jahren ist es auch möglich, Physiotherapie zu studieren. Dies wird als normales Studium oder als duales Studium mit Bachelor Abschluss angeboten. Dieses Studium dauert in der Regel sechs bis acht Semester. Wer den Beruf Physiotherapeut als Ausbildung machen möchte, der muss die Mittlere Reife oder Abitur haben. Darüber hinaus sollte auch mindestes die Note 2 in Deutsch, Mathe, Biologie, Chemie und Physik vorhanden sein. Wer studieren möchte, muss zudem erst die normale Ausbildung zum Physiotherapeuten machen. Nach Ende der Ausbildung sollten es die Physiotherapeuten natürlich nicht versäumen regelmäßige Weiterbildungen zu machen.

Hier arbeiten Physiotherapeuten

Wer seine Ausbildung als Physiotherapeut erfolgreich bestanden hat, der kann aus einer Vielzahl von Berufsmöglichkeiten wählen. So können Physiotherapeuten im Krankenhaus, in der Klinik, Reha-Einrichtungen, an physiotherapeutischen Schulen, Altenheimen, Kurheimen, Fitness-Studios, in der mobilen Pflege oder in Sportvereinen arbeiten. Darüber hinaus ist es als Physiotherapeut auch möglich, eine Praxis zu eröffnen oder eine Weiterbildung zum Ergotherapeut oder zum Chiropraktiker zu machen. Neben der Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten ist auch das Gehalt des Physiotherapeuten völlig unterschiedlich. Dies hängt maßgeblich davon ab, wo er arbeitet. Die Gehaltsspanne kann hier zwischen 1000 und 2000 Euro liegen.